Pfladermühle: Von der Wassermühle zum Verwaltungssitz der
DR. GRANDEL GmbH

Eine über 1.000-jährige Augsburger Tradtionsgeschichte

Skizze des Altstadt-Ensembles Pfladermühle im Jahr 2013

Skizze des Altstadt-Ensembles Pfladermühle im Jahr 2013

Die Pfladermühle im Herzen der Augsburger Altstadt ist heute Verwaltungssitz der DR. GRANDEL-Unternehmensgruppe. Mit ihrer über 1.000-jährigen Geschichte ist sie Süddeutschlands älteste Mühle und Ursprung der DR. GRANDEL-Erfolgsgeschichte.

Die Augsburger Pfladermühle und ihre wechselvolle Geschichte:

  • 982 wird die "Wassermühle am Vorderen Lech" bereits in einer Chronik des heiligen Ulrich genannt.

  • 1276 wird die Mühle in der Augsburger Stadtrechtsurkunde König Rudolfs von Habsburg erwähnt, ein Beweis ihrer schon damaligen Bedeutung.

  • 1288 geht die Mühle in den Besitz des Augsburger Hochstifts über, die sie an die Bürger der Stadt verpachtet. Durch den Müller Cornelius Pfladerlacher erhält sie ihren bis heute geläufigen Namen "Pfladermühle".

  • 1376

    Nach der Feuersbrunst am 22. September 1376 brannte das gesamte Gebäude nieder. Der Giebel stürzte ein und begrub unter sich die 12köpfige Müllersfamilie. Lange noch sollen die Verbrannten in den Gewölben des wiederaufgebauten Hauses umgegangen sein.

  • 1719

    Im Jahre 1719 malte der Freskant Johann Evangelist Holzner die Sonnenuhr neu und brachte darunter den Spruch an:

    "Betracht' die Uhr, und such' daran,
    Die Stund', wo man nicht sterben kann,
    Find'st du sid nicht sey allezeit,
    In jeder Stund' zum Tod bereit ... "

    Der inhaltsreiche Spruch fiel im 19ten Jahrhundert leider einer Fassadenerneuerung zum Opfer und verschwand.1897

  • Im Jahre 1897 ließ der damalige Müller Richter die Mühle bis auf die Grundmauern abbrechen und erstellte ein neues Gebäude mit einer modernen Kunstmühle.

  • 1893 – 1897

    In den Jahren 1893 - 1897 war die Frau des Ingenieurs Rudolf Diesel eine der treuesten Kundinnen der Pfladermühle; sogar nach ihrem Umzug nach München ließen die Diesels noch lange Jahre ihr Mehl von der Pfladermühle liefern.

  • 1905

    Ein weiterer schwarzer Tag in der langen Geschichte der Pfladermühle war der 3. August 1905. Die Mühle brannte bis auf den ersten Stock nieder, wurde jedoch wieder aufgebaut. Der letzte "Pfladermüller" Gottfried Richter jun. starb 1935.

  • 1936

    erbte Dr. phil. nat. Felix Grandel von seiner Mutter die historische Pfladermühle. Kein Müller, sondern ein Chemiker, Landwirt, Biologe, Ernährungswissenschaftler und Forscher trat die Nachfolge an.

    Er war nicht an der Mehlerzeugung interessiert, sondern begeisterte sich für die so genannten Mühlen-Nebenprodukte: Weizenkeime und -kleie. Er macht sich auf die Suche nach Möglichkeiten, diese für die menschliche Ernährung nutzbar und haltbar zu machen.

  • 1947/48

    gründete Dr. Felix Grandel die Keimdiät GmbH als Tochtergesellschaft der Pfladermühle. Er war ein Pionier der Reformwarenwirtschaft und als Nahrungsforscher seiner Zeit weit voraus.

  • bis heute:

    Die Pfladermühle in Augsburgs Pfladergasse 7 – 13 ist Verwaltungsstammsitz der DR. GRANDEL GmbH.


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